Gemeinsam begeben wir uns auf die Suche nach den 7.200 Grabstellen.

Dabei erfahren wir, warum die Kriegsdatierung auf der Anlage vom Schulwissen abweicht; warum die Stalin-Zitate an diesem Ort - anders als in der Sowjetunion - überdauert haben und bis heute unkommentiert und regelmäßig frisch vergoldet der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Wir erkunden, was uns die Anlage über den Hitler-Stalin-Pakt/ Molotov-Ribbentrop-Pakt verrät und welche unsichtbare Verbindung es zur oppositionellen DDR-Friedensbewegung gibt.

Wir fragen nach den Frauen unter den Bestatteten und nach der „verschwundenen" Konstrukteurin.

Wir untersuchen, wie Propaganda-Architektur auf uns wirken soll, indem wir genau hinschauen, individuelle Interpretation zulassen und uns darüber austauschen.

Politisch-historische Kontexte und Rahmenbedingungen der Entstehungszeit werden betrachtet.

Wir blicken multiperspektivisch auf das Narrativ der „Völker der Sowjetunion"und was das dahinter stehende Denken bis hinein in den Ukraine-Krieg so gefährlich macht.

Über vergangene und aktuelle Istrumentalisierung dieses Friedhofes für Propagandazwecke wird aufgeklärt.

Bei lokalen Besuchergruppen zeigen wir Verbindungen zu anderen Ortsteilen Treptow-Köpenicks auf.

Die Führung ist interaktiv angelegt: Jede Frage ist willkommen und fördert die demokratische Auseinandersetzung mit diesem zum Ruhme einer Diktatur errichteten Ort.

 

Sa., 17.10.2026, 14:00, auf Russisch, Dauer ca 2h
So., 25.10.2026, 14:00, auf Englisch, Dauer ca 2h
So., 08.11.2026, 11:00, auf Deutsch, Dauer ca 2,5h (Kooperation mit der Havemann-Gesellschaft innerhalb der Berlin freedom week)
So., 15.11.2026, 13:00, auf Deutsch, Dauer ca 2,5h (anlässlich "Volkstrauertag" - Stiller Gedenktag für die Opfer von Gewalt und Krieg)