Einer der eindrucksvollsten Orte Berlins – und zugleich einer, an dem es erstaunlich still wird, sobald man ihn betritt: Das Sowjetische Ehrenmal im Treptower Park ist das größte seiner Art in Deutschland und gleichzeitig Soldatenfriedhof für über 7.000 Angehörige der Roten Armee, die bei der Schlacht um Berlin 1945 gefallen sind.

Die Anlage wurde zwischen 1946 und 1949 nach einem Entwurf eines sowjetischen Schöpferkollektivs errichtet und am 8. Mai 1949 eingeweiht. Man betritt das Areal durch einen großen Triumphbogen, gelangt zur Skulptur der trauernden Mutter Heimat, läuft zwischen zwei riesigen stilisierten Fahnen aus rotem Granit hindurch und steht plötzlich vor dem zentralen Mausoleumshügel – gekrönt von einer elf Meter hohen Bronzestatue: ein sowjetischer Soldat, ein deutsches Kind auf dem Arm, das Schwert gesenkt, unter dem Stiefel ein zerschmettertes Hakenkreuz.

Das Ensemble entfaltet eine beachtliche Wucht – und funktioniert zugleich als Friedhof, Denkmal und politischer Ort. An den Seiten reihen sich 16 Kalksteinsarkophage mit Reliefs und Stalin-Zitaten, die an die damaligen 16 Sowjetrepubliken erinnern. Seit 1995 findet jährlich am 9. Mai, dem Tag der Befreiung, eine Gedenkveranstaltung statt.

Ob als geschichtsinteressierter Gast oder einfach auf einem Spaziergang durch den Treptower Park: Ein Besuch hier hinterlässt Eindruck. Und ganz nebenbei liegt direkt vor der Tür einer der schönsten Volksparks Berlins – mit dem Spreeufer, der Insel der Jugend und dem Treptower Hafen.