Ein kleines Wildnis-Stück direkt in der Stadt: Das Teufelsseemoor Köpenick ist ein rund 6,5 Hektar großes Natur- und Natura-2000-Schutzgebiet am nördlichen Fuß der Müggelberge. Es entstand in der letzten Eiszeit aus einem Toteisloch – einem Schmelzwasserloch, das sich im Lauf der Jahrtausende mit Torf füllte. Bis zu 13 Meter dick sind die Torfschichten heute.
Für Besucherinnen und Besucher liegt hier ein kleiner Coup der Stadtnatur versteckt: Ein etwa 300 Meter langer Steg führt mitten durchs Moor, ohne die empfindliche Vegetation zu stören. Wer langsam geht und genau hinschaut, entdeckt Sonnentau, Wollgras, Torfmoos und wenn man Glück hat, einen Moorfrosch oder eine Ringelnatter. Sechs Amphibienarten leben hier, darunter der geschützte Kammmolch.
Am Rand des Moors liegt das Lehrkabinett Teufelssee der Berliner Forsten – ein kleines, aber feines Informationszentrum mit Ausstellung zu Flora und Fauna des Gebiets. Rund ums Teufelsseemoor führt ein etwa 3 Kilometer langer Naturlehrpfad mit vielen Infotafeln, teilweise auf Holzbrettern über den morastigen Untergrund.
Anreise: Bus 169/X69 bis Haltestelle Rübezahl, dann zu Fuß über den Müggelheimer Damm. Der Rundgang dauert gemütlich 1–2 Stunden und lässt sich ideal mit einem Abstecher zum Müggelturm oder einer Einkehr im Ausflugslokal Rübezahl am Müggelsee verbinden.

