Ein Stück Industriegeschichte und ein Naherholungsraum zugleich: Der Teltowkanal wurde 1906 eröffnet, um der Spree den wachsenden Schiffsverkehr abzunehmen. Auf rund 38 Kilometern verbindet er die Dahme im Südosten mit der Havel im Südwesten Berlins – und durchquert dabei den gesamten Süden der Stadt, darunter auch die Berliner Ortsteile Johannisthal, Adlershof und Altglienicke im Bezirk Treptow-Köpenick.

Was für die Schifffahrt geplant war, ist heute vor allem ein Glücksfall für Radfahrerinnen, Spaziergänger und Jogger. Der Teltowkanal-Radweg folgt dem Ufer weitgehend autofrei und ist Teil des überregionalen Berliner Mauerwegs im südlichen Abschnitt. Weite Strecken verlaufen durch ruhige Gewerbe- und Wohngebiete, vorbei an Schleusen, Brücken und Uferrestaurants.

Schön ist die Strecke in mehrfacher Hinsicht: Man sieht der Binnenschifffahrt zu, wenn ein schweres Frachtschiff langsam durch die Schleuse zieht. Man erlebt, wie sich der Stadtraum vom industriellen Rand in gepflegte Wohnlagen und schließlich in die Wasserlandschaft um Grünau wandelt. Und immer wieder laden Bänke und kleine Grünflächen zu einer Pause ein.

Ideal für entspannte Tagesausflüge: Etwa vom S-Bahnhof Altglienicke bis Grünau, oder als Teil einer längeren Tour in Richtung Potsdam. Wer Berlin mal abseits der typischen Sehenswürdigkeiten entdecken will, findet hier genau die Art von Ruhe, die man im Zentrum oft vermisst.