Ein Schloss mit achteckigem Turm, mitten in einem verwunschenen Park, 20 Minuten vom Berliner Zentrum entfernt – und dann auch noch bei freiem Eintritt: Das Schloss Biesdorf ist eines der schönsten Kleinode der Berliner Denkmallandschaft und zugleich einer der offensten Kunstorte der Stadt.

Erbaut 1868 als italienische Turmvilla für den Baron von Rüxleben, ist das Haus das erste erhaltene Werk des Architekten Heino Schmieden – Partner von Martin Gropius und später Mitgestalter des Gropius-Baus. Nach wechselvoller Geschichte, Brand zum Kriegsende 1945 und jahrzehntelangem Dämmerzustand wurde das Schloss 2011–2016 denkmalgerecht wiederaufgebaut. Seitdem ist es als kommunale Galerie des Bezirks Marzahn-Hellersdorf wieder zugänglich.

Im Inneren wechseln sich Ausstellungen zeitgenössischer Kunst mit Präsentationen aus dem Kunstarchiv Beeskow ab – dem Depot für Auftragskunst aus der DDR. Eine Dauerausstellung zur Architektur- und Hausgeschichte ergänzt das Programm. Ergänzt um Konzerte, Lesungen, Künstlergespräche und ein reichhaltiges Vermittlungsangebot wird das Schloss so zu einem lebendigen Ort – nicht zu einem Museum zum Bestaunen, sondern zum Eintauchen.

Draußen im denkmalgeschützten Park laden ein Teich, ein historischer Eiskeller und alte Baumbestände zum Spazieren ein. Das Café auf der Sonnenterrasse ist ein idealer Abschluss. Anreise per S-Bahn (S5) bis Biesdorf oder U-Bahn (U5) bis Elsterwerdaer Platz. Der Eintritt zu den Ausstellungen ist frei.