Berlin und Berge? Ja, wirklich: Die Müggelberge im Köpenicker Südosten sind mit 114,7 Metern die höchste natürliche Erhebung der Hauptstadt. Zugegeben, die Alpen liegen woanders – aber wer hier oben durch die Wälder läuft, spürt: Das hier ist keine Großstadt mehr. Alte Eichen, Wurzelpfade, Lagerfeuerplätze für Ausflügler und ein unverwechselbares Licht, das durch die hohen Kronen fällt.

Zentrales Ziel vieler Besucher ist der Müggelturm auf dem Kleinen Müggelberg. Nach 126 Stufen steht man auf der Aussichtsplattform – und schaut bei gutem Wetter bis zu 50 Kilometer weit: über den Großen Müggelsee, bis zur Berliner Skyline mit dem Fernsehturm, über den Flughafen BER und hinaus ins Brandenburger Umland. Auf dem Gelände lädt eine Sonnenterrasse mit Gastronomie zur Pause ein.

Wer gerne aktiv unterwegs ist, findet hier reichlich Stoff: Wanderwege aller Länge, Mountainbike-Trails, Berlins einzige offizielle Downhill-Strecke und im Winter sogar Rodelmöglichkeiten. Direkt unterhalb der Müggelberge liegt das kleine, aber magische Teufelsseemoor mit seinem Stegrundweg – ein perfekter Schlenker auf dem Rückweg.

Anreise: Mit Bus 169 bis Haltestelle Rübezahl oder bequem mit dem Auto zum Parkplatz Müggelturm. Wer die volle Dröhnung Natur will, startet am Strandbad Friedrichshagen und wandert einmal rund um den See in die Berge hinauf – gut drei Stunden, aber jeden Schritt wert.